WOLKENTANZ

12. September 2020

Spiegelungen am Bergsee

Mein Kraftplatz im Zillertal

Wolkentanz am Hundskehljoch

Gipfelglück am Rauchkofel

Goldener Herbst

Hi Leute,

der Bergsommer 2020 hatte es in sich. In dieser Zeit spürt man mehr den je, wie sehr sich die Menschen nach Stille, Einsamkeit und Ruhe sehnen – und da sind die Tiroler Berge der perfekte Ort dafür!

Die Wetterverhältnisse waren wie eine Achterbahnfahrt und gab es kaum längere Schönwetterperioden. So war es eine stetige Herausforderung, den besten Tag und vor allem die richtige Bergtour für unsere Bergfexe zu wählen, was fast immer gelungen ist 😊

Gleich auf 100 %

Nachdem es in diesem Jahr noch nie mit einer hochalpinen Bergtour auf einen 3.000er geklappt hat, war es mit Beginn des Goldenen Herbst auch für mich wieder einmal höchste Zeit für eine richtige Wadlbeissertour.

Fokussiert bis zum Gipfel.

So sind wir frühmorgens losgezogen. Petra eine Bergkameradin hat mich bei diesem Vorhaben begleitet und ich wusste schon bei der Auswahl, was auf uns zukommt ☹ Mit 30 km Länge und mehr als 2.500 Höhenmeter bei teilweise technisch herausfordernden Geländepassagen ist der Aufstieg von Bärenbad zum Hundskehljoch und auf den 3.250 Meter Hohen Rauchkofel und als Rundwanderung über den Lausitzer Höhenweg zum Heilig Geist Jöchl (mein Lieblingsplatz im Zillertal) einer der anspruchsvollsten Tagestouren die mich Jahr für Jahr reizt!

Spektakulärer Sonnenaufgang

Die Wanderung durch den Hundskehlgrund mit den Stirnlampen bei dichtem Nebel war sehr mystisch, man hört nur den eigenen Atem und das Rauschen des Bergbaches. Es war mucksmäuschenstill, bevor wir am Hundskehljoch ankamen. Petra und ich wurden durch die Stimmung dort in den Bann gezogen. Ein starker Wind – wie meist am Joch – und die Morgensonne kämpfte sich Minute für Minute gegen den aufsteigenden aber starken Nebel aus dem Zillertal. Plötzlich war der Waldersee und die Südtiroler Berge zu sehen.

Eine Stimmung, die kaum in Worte zu fassen ist und sie geben einem so viel Kraft! Der Aufstieg über den Blockgrat zum Rauchkofel war dann ein echter Genuss und die schon herbstliche Bergwanderung über den Lausitzer Höhenweg hat richtig Spaß gemacht. Da durfte dann das Foto nach dem Kraftakt am Heiligen Geist Jöchl mit Petra nicht fehlen – und da kann man bei so einer coolen Bergtour schon richtig stolz auf die eigene erbrachte Leistung sein!

Jetzt freue ich mich schon riesig auf den Goldenen Herbst mit vielen Freunden und Bergfexen – der uns mit seinem unglaublichen Farbenspiel wieder in den Bann ziehen wird und wir als Naturliebhaber sicher voll auf unsere Rechnung kommen werden 😊

Auch wenn die Zeit – geprägt von Veränderung – für uns alle sehr fordernd ist und auch nachdenklich macht – bleibt sportlich und aktiv und genießt den Augenblick.

Euer Bergwanderführer

Stephan

FREI SEIN

20. Juni 2020

Violette Blumenpracht

Nachdenkpause

Almrosenblüte im Sundergrund

Kraxeln am Zillertaler Granit

Hochmoor Langeben

Hi Leute,

Was für ein Frühling? Schönstes Wetter, perfekte Bedingungen für Skitouren und erste leichte Bergwanderungen – nicht’s war erlaubt, der Shot Down Mitte März und Quarantäne im April haben uns allen von heute auf morgen die Grenzen aufgezeigt. Aber auch eines gezeigt, wie kostbar Freiheit und die Bewegung in der Natur eigentlich sind. Ein neues Gefühl und auch sicher noch mehr Dankbarkeit für jeden Moment den wir in den geliebten Berge verbringen dürfen.  Nachdem wir zum „Nichtstun“ vergattert wurden, habe ich mir dann bei meinen ersten Bergtouren gefragt, ob ich noch rostfrei bin 😊

Gleich auf 100 %

ging es dann bei der hochalpinen Bergtour im Sundergrund. Einsam, verlassen und eine Weite, die für mich im Zillertal ganz vorne steht. Ich habe diese Gegend im letzten Jahr erstmals richtig erkundet und war vom Hochmoor in Langeben begeistert, aber zuerst ging es einmal hoch hinaus.

Sportliche Niederlage…

Der markante Felszacke – die Napfspitze mit 3.143 m ist mir letztes Jahr schon in’s Auge gestochen und jetzt ging es über den coolen Felsgrat über Zillertaler Granit und riesige Felsblöcke hoch. Bis zum Gipfelgrat war alles gut machbar, aber die letzten 30 Höhenmeter waren wegen dem Altschnee und Felsaufschwung nicht zu bewältigen und der aufkommende Schneesturm war auch nicht gerade eine Hilfe ☹

Brenna tuat’s guat

Nach dem Abstieg am Mitterjoch zum wunderschönen Hochmoor Langeben und den Blick auf den riesigen Gletscher unterhalb der Wollbach Spitze war mein Frust schon verzogen. Vielmehr habe ich mit Bergfex Franz die tollen Eindrücke genossen…

Jetzt freue ich mich auf viele spannende Bergerlebnisse in einem ganz besonderen Bergsommer 2020. Eines ist aber sicher, mit der neuen Kompaktkamera, werde ich Euch noch schärfere Bilder von unserer einzigartigen Bergwelt liefern…

 

Euer Bergwanderführer

Stephan

 

 

 

 

ADRENALINJUNKEE

31. Januar 2020

Bergwinter Total

Rein in den Steilhang

Powderfeeling Pur

Grenzenlose Weitblicke

Lass die Sonne in dein Herz

Hi Leute,
der Start in das Neue Jahr 2020 war echt ein richtiger Kracher. Nach dem Bilderbuchwetter über Silvester hatten wir fast den ganzen Jänner über traumhaftes Wetter, die Sonne strahlte täglich um die Wette. Die Bedingungen zum Skifahren am Berg waren wirklich fantastisch, aber es kam dann das Intermezzo mit Neuschnee gerade richtig….

Meine neue Tourenausrüstung…
konnte ich damit perfekt ausführen. Speziell im Gerlostal gibt es abseits des Trubels und der Hektik einige ganz tolle Skitouren, wo man sich auch richtig auspowern kann 😊

So ging es gleich hinauf…
auf die letzten Berggipfel, welche ich im Spätherbst erkundet habe.  Ob auf den Arbiskogel mit seinen sanften Gelände oder die Kirchspitze mit dem fantastischen Weitblick auf die Bergriesen rund um die Reichenspitze – alles richtige Leckerbissen und jeder einzigartig für sich.

Auf ein Date …
mit meinen spanischen Freunden sind wir dann auf den Äußeren Falk aufgestiegen. Es waren knackige 1.500 Höhenmeter zu bewältigen und mit fast 40 Grad Neigung waren die Hänge auch nicht gerade flach 😊

Aber was uns da oben erwartet hat, war wirklich einmalig. So einen grandiosen Blick über die Zillertaler Alpen aus einer sehr zentralen Position habe ich nicht erwartet und auch der Blick über den Talboden des vorderen Zillertals war genial.

Für meine Freunde Laura und Gabriel mit dem Splitboard war es ein echter Kraftakt, aber die anschließend Abfahrt im Tiefschnee war megacool. Alleine Gabriel und Laura – die wirkliches Profifreerider sind – zuzusehen, war eine richtige Augenweide! Da durfte im Anschluss eine Stärkung auf der Schwarzachalm natürlich nicht fehlen.

Für mich war es eines der schönsten Bergerlebnisse im Winter, die ich in den letzten Jahren unternommen habe und jetzt freue ich mich, den Bergwinter noch voll auszukosten und wieder auf Entdeckungsreise zu gehen.

Euer Bergwanderführer

Stephan

LICHTBLICK

31. Dezember 2019

Wo bleibt die Sonne

So klein und doch so groß

Schnurstracks Bergauf

Kraftakt mit Blick auf das Ziel

Glücksmomente am Loderstein

Hi Leute,
leider war mein Terminkalender im November voller als gedacht, und die vielen kleinen Umbauarbeiten im Hotel haben meiner Auszeit mit ein paar coole Bergtouren einen Strich durch die Rechnung gemacht. Zudem war der November geprägt von einem frühen Wintereinbruch, gerade aber auch im Hochgebirge viel, schon sehr viel Schnee.

Auf das richtige Timing kommt es an…
so war es im Dezember vom Wetter er ein richtiges Auf- und Ab und der alljährliche Föhnsturm hat sich gerade vor Weihnachten nochmals richtig ausgetobt. Da gilt es den richtigen Moment und natürlich Tour für Schneeschuhwandern zu finden.

Diese Bilder im Kopf…
So bin ich mit unseren Stammgästen Suu & Sander sowie Bergkamerad Franz bei winterlichen Verhältnissen losgezogen um den Loderstein (1.830 m) zu bezwingen. Unscheinbar, ein sehr unbekannter Berggipfel im Schatten des markanten Wiedersberger Horn über den Zillertal und Alpbachtal.

Hoffentlich reißt es auf…
Es hat sich bald eines gezeigt, es liegt verdammt viel Schnee da oben, und so war der Aufstieg gerade in den Steilstufen durch den Bergwald schon anspruchsvoll und hat vor allem Franz als „Schneefräse“ 😊 viel Kraft gekostet.

Nicht nur wir haben gekämpft, auch die Sonne wollte sich durch die dicke Wolkenschicht durchtanken, leider vergeblich so blieb uns eine mystische Stimmung mit einem wunderbaren Wolkenspiel an diesem Tag verwehrt. Trotzdem war es nach Erreichen des sehr kleinen Gipfelkreuzes spannend, haben wir doch unsere Schneeschuhwanderung über Almen als Rundtour bewältigt. So manch abgebrochener Skistock hat und nicht’s von unserem coolen Wintererlebnis zu Beginn der neuen Saison genommen.

Jetzt kann der Winter so richtig Gas geben, ich bin startbereit und freue mich auf viele spannende und auch neue Herausforderungen am Berg und im Tal im Bergwinter 2020.

Euer Bergwanderführer

Stephan

AUGENWEIDE

31. Oktober 2019

Heidelbeerstauden im Herbstkleid

Weitwandern zur Kirchspitze

Kraftakt für den perfekten Augenblick

Gefrorene Wasserlacke im Spätherbst

Kurvenreicher Blick in die Felswand

Hi Leute,

was für ein Herbst! Heuer hat er (wieder) nichts anbrennen lassen, das Wetter im Oktober war wirklich grandios und perfekt zum Bergsteigen – eigentlich so wie in den letzten Jahren. Einziger Wermutstropfen war, dass es relativ früh runtergeschneit hatte und damit gerade bei den höhergelegenen Bergen Vorsicht geboten war…

 

Lange schon auf meinem Wunschzettel…

stand die große Rundwanderung auf den Arbiskogel und die dahinter liegenden Kirchspitze (2.312m). Bergfex Franz und ich haben die große Rundtour an einem wunderschönen Herbsttag angepeilt. Man steht extra früh auf,  um die ersten Sonnenstrahlen am Gipfel zu empfangen, das wäre der Plan gewesen. Dieses Vorhaben ist dieses Mal fast in die Hose gegangen, sind wir doch – trotz Stirnlampe – fokussiert in die falsche Richtung gelaufen…

 

Da war ich richtig fuchtsteufelswild…

trotzdem haben wir die richtige Entscheidung getroffen: Zurück zum Start war die Devise. Der Ärger lag in der Luft, aber so haben wir beim Aufstieg einmal richtig auf die Tube gedrückt – und waren dann nach 1,15 Stunden und 750 Höhenmeter bereits am Gipfel und konnten den Sonnenaufgang perfekt genießen! Den richtigen Augenblick hatten wir dann dankend angenommen, war doch das Morgenlicht bei der kleinen, zugefrorenen Wasserlacke perfekt für die geliebten Spiegelbilder 😊 Ein Farbenspiel der Extraklasse war dann der Aufstieg zur Kirchspitze. Da waren die Gämse in der verschneiten Feldwand der spektakulären Wechselspitze nur mehr eine Zugabe.

Der Rückweg nach dem Abstieg über das Schönachtal war ein würdiges Finale für eine unglaublich schöne Rundwanderung – die auf alle Fälle auf meine Empfehlungsliste für Bergfexe mit guter Kondition kommt.

Jetzt werden ich einmal die Beine in den nächsten Wochen hochlegen – wenn nicht ein Wintereinbruch kommt – und bin für einen grandiosen Bergsommer & Herbst mit so wunderschönen Momenten mit vielen begeisterten Bergfexe sehr dankbar.

 

Euer Bergwanderführer

Stephan

ACHTERBAHN

28. September 2019

Einsame Bergwege

Kunstwerk Hochmoor

Spiegelbild im Bergsee

Tanzende Wolken

Weitwandern im Sundergrund

Hi Leute,

der Bergsommer sagte Anfang September bereits ganz leise „Servus“ nachdem wir schon ordentlich Schnee bekommen haben und sich dieser auch im Hochgebirge gut gehalten hat. Damit sind hochalpine Bergtouren –  also richtig große Kaliber –  schon einmal vom Tisch! Alle Jahre wieder,  nehme ich mir an meinem Geburtstag im September eine besondere Tour vor!

 

In diesem Jahr ging es auf Entdeckungsreise…

und nachdem es mir heuer die Seitentäler des Zillergrundes – dem Usprung des Zillers – angetan haben, wollte ich in diesem Jahr auch das letzte von mir noch nicht begangene Seitental – den Sundergrund – erkunden.

 

Ein echter Kraftakt…

war es für die Sonne 😊, denn die Wolken waren extrem hartnäckig. So war der Aufstieg zum Hörndljoch nach dem sehr mühsamen Zustieg nicht ganz einfach. Beim Wegweiser stand nicht um sonst der „Schwarze Punkt“ – dieser gilt als Indikator für anspruchsvollere Bergwege. Durch das hohe Gras am Hochmoor waren meine Bergschuhe einmal gleich durchnässt, dann die rutschigen Steinplatten und dichter Nebel, alles andere als ein Leckerbissen.

Vorbereitung ist die halbe Miete…

und so wollte ich mir im letzten Abschnitt des Aufstiegs den genauen Wegverlauf anschauen. Denkst du, hatte ich doch die falsche Wanderkarte eingepackt – da war ich dann wirklich froh, dass die Markierung und Steinmännchen so oft vorhanden waren.

Am Hörndljoch war nichts mit der Weitsicht in’s Südtirol, aber nachdem ich ein schönes Plätzchen tieferliegend am Hochmoor gefunden hatte 😊 konnte ich im Zeitraffer zuschauen, wie sich die Wolken lichteten und die markanten 3.000er der Wollbachspitze und hintere Stangenspitze zum Vorschein kamen.

Es war ein prächtiges Naturschauspiel und der Sundergrund ist ein Kleinod der besonderen Art, völlig verlassen und gerade durch die vielen Moore und schroffen Bergspitzen wunderschön. (Noch) ein echter Geheimtipp!

Nun freue ich mich auf die sanfteren Bergtouren in einer prächtigen Farbkulisse in den nächsten Wochen, der Wunschzettel ist schon geschrieben… Wenn es mit dem Wetter – derzeit wie in einer Achterbahn – weitergeht, werden wir im Oktober schöne Bilder mit angezuckerten Bergen erleben 😊 Ich freue mich darauf. Bleibt naturverbunden und aktiv.

 

Euer Bergwanderführer

Stephan

HÖHENFLUG

31. August 2019

Über den Wolken

Zillertaler Hauptkamm im Morgenlicht

Hochfeilerhütte hinter dem Fels

Gipfelglück am Hochfeiler

Hi Leute,

die letzten Wochen waren vom Wetter eher durchwachsen, aber eine Hitzewelle wie im letzten Jahr brauchen wir auch nicht immer  – und den Gletschern tut’s auch ganz gut. Das habe ich gerade auch bei den Bergtouren in den letzten Wochen gespürt – immer wieder sind Altschneefelder aufgetaucht – da sieht man, wie tief der Winter in diesem Jahr war!

 

Schon ganz lange auf meinen Wunschzettel…

stand die Besteigung vom höchsten Berggipfel in den Zillertaler Alpen. Der mächtige Hochfeiler mit seinen 3.509 Meter – schon ein ordentliches Kaliber 😊 insbesondere, wo mein Plan war – den langen Zustieg und die 2.000 Höhenmeter als Tagestour zu unternehmen.

 

Ganz schön früh aufstehen…

war angesagt, nachdem wir über Stein im Pfistertal (bei Sterzing in Südtirol) losgegangen sind. Da war es erst 3:00 Uhr in der Früh. Gott sei Dank war der Pfad gut markiert und schon nach der ersten Stunde hat uns ein Bergläufer überholt…

Es war eine goldrichtige Wahl – nach den schlechten Wetter der Vortage konnte man erkennen, wie sich von Minute zu Minute die Wolken auflösen. Es war fast wie im Film – ab 3.000 Meter hatten wir ein unglaubliches Wolkenmeer über ganz Südtirol vor uns.

Der bekannte Firngrat am Gipfel war leider gänzlich verschwunden, so hatte ich meine Spikes umsonst eingepackt – aber man sieht sehr gut, was die Klimaveränderung mit sich bringt. Vor 20 Jahren bin ich da noch über tiefen Schnee hochgestapft.

Die Weitblicke am Gipfel waren wirklich einmalig – da kann man sagen – Bilder sagen mehr als 1.000 Worte und wieder einmal ein Bergerlebnis zum richtigen Zeitpunkt und für das sich auch Frühaufstehen lohnt 😊

 

Aber jetzt freue ich mich schon riesig auf einen farbenprächtigen Herbst. Der Wunschzettel ist schon geschrieben – ein paar neue coole Touren für meine Bergfexe habe ich schon im Fokus. Bleibt aktiv und sportlich.

 

Euer Bergwanderführer

Stephan

MORGENMUFFEL

1. Juli 2019

Hier bist du frei

Einsam am Gipfelgrat

Spätfrühling im Tuxertal

Eiskarsee pur

Konzentration beim Abstieg

Hi Leute,

nach diesen unglaublich schneereichen Bergwinter habe ich schon so richtig auf neue hochalpine Bergtouren im Sommer hin gefiebert. Leider hat mir hierfür die Wettersituation im Mai so richtig einen Strich durch die Rechnung gemacht. Wirklich schlechte Bedingungen mit viel Niederschlag und kalten Temperaturen – damit war eines sicher, die Bergtouren im Juni werden sehr herausfordernd.

 

Nichts für Morgenmuffel…

war unser Projekt mit dem Sonnenaufgang auf die Eiskarspitze. Gemeinsam mit Tom Pfister – einen begnadeten Fotografen aus dem Tuxertal und Franz aus Kaltenbach sind wir losgezogen. Der Wecker ging schon um 2:00 Uhr 😊 also so richtig schlafen konnte ich sowieso nicht.

Straßensperre durch Schnee…

Bei der Auffahrt bis zur Vallruck Alm haben wir schon gesehen, was auf uns wartet. Wir konnte aufgrund der gewaltigen Restschneemengen nicht einmal bis zur Hütte fahren. Gleich nach der Hütte ging es dann los mit dem ersten Schneefeld. Steil, kompakter Schnee, da heißt es mit all der Kraft gute Tritte in das Eis schlagen… und dann noch dieser Zeitdruck. Da braucht es dann auch noch im Dunkeln die Intuition, die richtige Linie für den Aufstieg zu finden.

Punktgenauer Aufstieg…

Konnten wir dann sagen, als wir am Gipfelgrat angekommen waren und noch genügend Zeit hatten um an diesem einzigartigen, bizarren Berggipfel den Sonnenaufgang in vollen Zügen zu genießen. Die anschließende Rundwanderung über den noch zugefrorenen Eiskarsee war dann noch die richtige Zugabe für ein wohl unvergessliches Bergerlebnis im Frühsommer 2019.

So kann es weitergehen – und ich freue mich schon auf solch schöne Momente in den Tiroler Bergen.

Euer Bergwanderführer

Stephan

SCHNEEKÖNIG

31. März 2019

Weitblick ins Zillertal

Gipfelglück Rofanspitze

So klein und doch so groß

Kraftakt im Tiefschnee

Im Banne des Tuxertals

Hi Leute,

dieser Bergwinter hatte wirklich alles zu bieten. Vor allem Schnee in Hülle & Fülle. Einerseits natürlich für meine geplanten Touren abseits des Mainstreams perfekt, andererseits war es gerade in den letzten Wochen durch die großen Schneemengen auch sehr auf die Lawinengefahr zu achten…

Ein echter Blindflug…

war die Tour auf den kleinen Gamsstein. Da hat sich für mich gezeigt, wie wichtig Orientierung und Fokussierung im Gelände ist. Nach anfänglich guter Sicht ging es bei dichtem Nebel, Schneetreiben und Sturm zum Gipfel. Obwohl ich diese Tour schon öfters problemlos bewältigt hatte – da freute sich auch mein Herz, als ich die Konturen des Holzkreuzes erkennen konnte 😊 vor allem machte mir das Erlebnis bewusst, welchen Einfluss das Wetter auf die Schwierigkeit einer Bergtour hat!

Goldrichtig gelegen…

bin ich bei den Neuentdeckungen in diesem Winter. Das absolute Highlight war die anspruchsvolle Schneeschuhwanderung auf die Rofanspitze am Achensee. Es war weniger der lange Zustieg die große Herausforderung, sondern vielmehr das exponierte Gelände am Gipfel.

Mein Gedanken, die direkte Gratüberschreitung durchzuführen habe ich dann gleich wieder aufgegeben. Exponiertes Gelände mit einer starken Vereisung – immer eine Kopfsache, wenn man mehrere Höhenmeter umsonst gemacht hat, aber Sicherheit steht jedenfalls an 1. Stelle!

Am Berg liegt derzeit noch sehr viel Schnee, vielleicht wird sich noch das eine oder andere Abenteuer im Bergwinter ausgehen, aber der Frühling kommt mit riesigen Schritten auf uns zu und ist die Veränderung in der Natur schon gut sichtbar.

Ich freue mich jedenfalls auf viel Grün und die ersten Blüten meiner Kirschbäume und werde in den nächsten Wochen einmal wieder zum Entdecker der Natur in unserem Talboden des Zillertals.

Euer Bergwanderführer

Stephan

HIMMELFAHRTSKOMMANDO

31. Dezember 2018

Am Ende des Gungltales

Aufstieg durch den Bergwald

Maxhütte im Winterkleid

Für echte Naturliebhaber

Spiegelungen im Bergbach

Hi Leute,

die hektischen Weihnachtsfeiertage waren vorbei und die Schneesituation war winterlich. Also relativ kalt aber keine übermässigen Schneemengen und fast keine Lawinengefahr.  Das hat mich veranlasst, alleine auf Spurensuche zu gehen um eine neue Tour für unsere Schneeschuhwanderungen zu entdecken.

Da wurde mir gleich schwindlig…

Auf den Plan stand eine sehr unbekanntes Seitental im Zillergrund. Schon bei der Vorbereitung auf die Tour waren mehrere Routenbeschreibungen vorhanden, die von einem sehr schwierigen Aufstieg erzählten. Als ich dann im Morgengrauen zum Ausgangspunkt kam wusste ich sofort, dass es ein Himmelfahrtskommando wäre, hier aufzusteigen. Extreme Vereisung und hohe Felswände. Da zog ich gleich die Reisleine und entschied mich für eine ganz andere Alternative.

Ein unberührtes Hochtal oberhalb von Ginzling…

Sie ist im Sommer eine perfekte Familienwanderung inmitten einer traumhaften Naturkulisse – die Maxhütte. Nachdem ich aber im Winter dort noch nie gewesen bin, die Aufstiegsroute sehr gut kenne und die Schneeverhältnisse überschaubar waren, habe ich mich dafür entschieden.

Es war goldrichtig, ein perfekter Zustieg mit den Winterschuhen und nachdem ich das Hochtal erreicht hatte, waren die Schneeschuhe genau richtig. Die Sonne lachte zwar die Berggipfel an, aber aufgrund der engen Topographie bekam ich Sie leider nicht zu spüren.

So habe ich mich entschieden, den weiten Weg bis zum Ende des Hochtales zu gehen. Die traumhafte Weite dieses kleinen Tales wurde mir dann von Schritt zu Schritt immer mehr bewusst 😊

Es war eine sehr gute Entscheidung und eine Stille im Gungltal, die mir für die kommenden Wochen viel Kraft gab.

Jetzt bin ich schon sehr gespannt, wieviel der weißen Pracht uns in diesem Winter noch erwartet und wo es uns überall hin verschlägt. Ich freue mich jedenfalls riesig auf einen wunderschönen, tiefverschneiten Bergwinter 2019 bei uns im Zillertal.
Bleibt sportlich und aktiv.

Euer Gastgeber

Stephan