HÖHENFLUG

31. August 2019

Über den Wolken

Zillertaler Hauptkamm im Morgenlicht

Hochfeilerhütte hinter dem Fels

Gipfelglück am Hochfeiler

Hi Leute,

die letzten Wochen waren vom Wetter eher durchwachsen, aber eine Hitzewelle wie im letzten Jahr brauchen wir auch nicht immer  – und den Gletschern tut’s auch ganz gut. Das habe ich gerade auch bei den Bergtouren in den letzten Wochen gespürt – immer wieder sind Altschneefelder aufgetaucht – da sieht man, wie tief der Winter in diesem Jahr war!

 

Schon ganz lange auf meinen Wunschzettel…

stand die Besteigung vom höchsten Berggipfel in den Zillertaler Alpen. Der mächtige Hochfeiler mit seinen 3.509 Meter – schon ein ordentliches Kaliber 😊 insbesondere, wo mein Plan war – den langen Zustieg und die 2.000 Höhenmeter als Tagestour zu unternehmen.

 

Ganz schön früh aufstehen…

war angesagt, nachdem wir über Stein im Pfistertal (bei Sterzing in Südtirol) losgegangen sind. Da war es erst 3:00 Uhr in der Früh. Gott sei Dank war der Pfad gut markiert und schon nach der ersten Stunde hat uns ein Bergläufer überholt…

Es war eine goldrichtige Wahl – nach den schlechten Wetter der Vortage konnte man erkennen, wie sich von Minute zu Minute die Wolken auflösen. Es war fast wie im Film – ab 3.000 Meter hatten wir ein unglaubliches Wolkenmeer über ganz Südtirol vor uns.

Der bekannte Firngrat am Gipfel war leider gänzlich verschwunden, so hatte ich meine Spikes umsonst eingepackt – aber man sieht sehr gut, was die Klimaveränderung mit sich bringt. Vor 20 Jahren bin ich da noch über tiefen Schnee hochgestapft.

Die Weitblicke am Gipfel waren wirklich einmalig – da kann man sagen – Bilder sagen mehr als 1.000 Worte und wieder einmal ein Bergerlebnis zum richtigen Zeitpunkt und für das sich auch Frühaufstehen lohnt 😊

 

Aber jetzt freue ich mich schon riesig auf einen farbenprächtigen Herbst. Der Wunschzettel ist schon geschrieben – ein paar neue coole Touren für meine Bergfexe habe ich schon im Fokus. Bleibt aktiv und sportlich.

 

Euer Bergwanderführer

Stephan

MORGENMUFFEL

1. Juli 2019

Hier bist du frei

Einsam am Gipfelgrat

Spätfrühling im Tuxertal

Eiskarsee pur

Konzentration beim Abstieg

Hi Leute,

nach diesen unglaublich schneereichen Bergwinter habe ich schon so richtig auf neue hochalpine Bergtouren im Sommer hin gefiebert. Leider hat mir hierfür die Wettersituation im Mai so richtig einen Strich durch die Rechnung gemacht. Wirklich schlechte Bedingungen mit viel Niederschlag und kalten Temperaturen – damit war eines sicher, die Bergtouren im Juni werden sehr herausfordernd.

 

Nichts für Morgenmuffel…

war unser Projekt mit dem Sonnenaufgang auf die Eiskarspitze. Gemeinsam mit Tom Pfister – einen begnadeten Fotografen aus dem Tuxertal und Franz aus Kaltenbach sind wir losgezogen. Der Wecker ging schon um 2:00 Uhr 😊 also so richtig schlafen konnte ich sowieso nicht.

Straßensperre durch Schnee…

Bei der Auffahrt bis zur Vallruck Alm haben wir schon gesehen, was auf uns wartet. Wir konnte aufgrund der gewaltigen Restschneemengen nicht einmal bis zur Hütte fahren. Gleich nach der Hütte ging es dann los mit dem ersten Schneefeld. Steil, kompakter Schnee, da heißt es mit all der Kraft gute Tritte in das Eis schlagen… und dann noch dieser Zeitdruck. Da braucht es dann auch noch im Dunkeln die Intuition, die richtige Linie für den Aufstieg zu finden.

Punktgenauer Aufstieg…

Konnten wir dann sagen, als wir am Gipfelgrat angekommen waren und noch genügend Zeit hatten um an diesem einzigartigen, bizarren Berggipfel den Sonnenaufgang in vollen Zügen zu genießen. Die anschließende Rundwanderung über den noch zugefrorenen Eiskarsee war dann noch die richtige Zugabe für ein wohl unvergessliches Bergerlebnis im Frühsommer 2019.

So kann es weitergehen – und ich freue mich schon auf solch schöne Momente in den Tiroler Bergen.

Euer Bergwanderführer

Stephan

SCHNEEKÖNIG

31. März 2019

Weitblick ins Zillertal

Gipfelglück Rofanspitze

So klein und doch so groß

Kraftakt im Tiefschnee

Im Banne des Tuxertals

Hi Leute,

dieser Bergwinter hatte wirklich alles zu bieten. Vor allem Schnee in Hülle & Fülle. Einerseits natürlich für meine geplanten Touren abseits des Mainstreams perfekt, andererseits war es gerade in den letzten Wochen durch die großen Schneemengen auch sehr auf die Lawinengefahr zu achten…

Ein echter Blindflug…

war die Tour auf den kleinen Gamsstein. Da hat sich für mich gezeigt, wie wichtig Orientierung und Fokussierung im Gelände ist. Nach anfänglich guter Sicht ging es bei dichtem Nebel, Schneetreiben und Sturm zum Gipfel. Obwohl ich diese Tour schon öfters problemlos bewältigt hatte – da freute sich auch mein Herz, als ich die Konturen des Holzkreuzes erkennen konnte 😊 vor allem machte mir das Erlebnis bewusst, welchen Einfluss das Wetter auf die Schwierigkeit einer Bergtour hat!

Goldrichtig gelegen…

bin ich bei den Neuentdeckungen in diesem Winter. Das absolute Highlight war die anspruchsvolle Schneeschuhwanderung auf die Rofanspitze am Achensee. Es war weniger der lange Zustieg die große Herausforderung, sondern vielmehr das exponierte Gelände am Gipfel.

Mein Gedanken, die direkte Gratüberschreitung durchzuführen habe ich dann gleich wieder aufgegeben. Exponiertes Gelände mit einer starken Vereisung – immer eine Kopfsache, wenn man mehrere Höhenmeter umsonst gemacht hat, aber Sicherheit steht jedenfalls an 1. Stelle!

Am Berg liegt derzeit noch sehr viel Schnee, vielleicht wird sich noch das eine oder andere Abenteuer im Bergwinter ausgehen, aber der Frühling kommt mit riesigen Schritten auf uns zu und ist die Veränderung in der Natur schon gut sichtbar.

Ich freue mich jedenfalls auf viel Grün und die ersten Blüten meiner Kirschbäume und werde in den nächsten Wochen einmal wieder zum Entdecker der Natur in unserem Talboden des Zillertals.

Euer Bergwanderführer

Stephan

HIMMELFAHRTSKOMMANDO

31. Dezember 2018

Am Ende des Gungltales

Aufstieg durch den Bergwald

Maxhütte im Winterkleid

Für echte Naturliebhaber

Spiegelungen im Bergbach

Hi Leute,

die hektischen Weihnachtsfeiertage waren vorbei und die Schneesituation war winterlich. Also relativ kalt aber keine übermässigen Schneemengen und fast keine Lawinengefahr.  Das hat mich veranlasst, alleine auf Spurensuche zu gehen um eine neue Tour für unsere Schneeschuhwanderungen zu entdecken.

Da wurde mir gleich schwindlig…

Auf den Plan stand eine sehr unbekanntes Seitental im Zillergrund. Schon bei der Vorbereitung auf die Tour waren mehrere Routenbeschreibungen vorhanden, die von einem sehr schwierigen Aufstieg erzählten. Als ich dann im Morgengrauen zum Ausgangspunkt kam wusste ich sofort, dass es ein Himmelfahrtskommando wäre, hier aufzusteigen. Extreme Vereisung und hohe Felswände. Da zog ich gleich die Reisleine und entschied mich für eine ganz andere Alternative.

Ein unberührtes Hochtal oberhalb von Ginzling…

Sie ist im Sommer eine perfekte Familienwanderung inmitten einer traumhaften Naturkulisse – die Maxhütte. Nachdem ich aber im Winter dort noch nie gewesen bin, die Aufstiegsroute sehr gut kenne und die Schneeverhältnisse überschaubar waren, habe ich mich dafür entschieden.

Es war goldrichtig, ein perfekter Zustieg mit den Winterschuhen und nachdem ich das Hochtal erreicht hatte, waren die Schneeschuhe genau richtig. Die Sonne lachte zwar die Berggipfel an, aber aufgrund der engen Topographie bekam ich Sie leider nicht zu spüren.

So habe ich mich entschieden, den weiten Weg bis zum Ende des Hochtales zu gehen. Die traumhafte Weite dieses kleinen Tales wurde mir dann von Schritt zu Schritt immer mehr bewusst 😊

Es war eine sehr gute Entscheidung und eine Stille im Gungltal, die mir für die kommenden Wochen viel Kraft gab.

Jetzt bin ich schon sehr gespannt, wieviel der weißen Pracht uns in diesem Winter noch erwartet und wo es uns überall hin verschlägt. Ich freue mich jedenfalls riesig auf einen wunderschönen, tiefverschneiten Bergwinter 2019 bei uns im Zillertal.
Bleibt sportlich und aktiv.

Euer Gastgeber

Stephan

FATA MORGANA

1. Oktober 2018

Dankbarkeit

Pulverfass & Gipfelgrat

Vallruck mit Hippoldspitze

Fotosession am Hippold

Ruhe am Eiskarsee

Hi Leute,
es ist fast wie in einer Never Ending Story.  Nach einem grandiosen Bergsommer mit unglaublich schönem Wetter war die Frage, ob es in dieser Tonart weiter geht? Was uns dann der September beschert hat, war wirklich megacool. Schlag auf Schlag traumhaft schöne Herbsttage mit einer wirklich tollen Stimmung und vor allem einer einmaligen Fernsicht.

Schon so lange auf meinem Wunschzettel…
stand die Bergtour auf die Hippoldspitze und dem Eiskarsee, ist doch diese Wanderung nur ein Katzensprung von unserer Nasse-Tux Alm entfernt. So hatten wir schon einmal einen Startvorteil, denn wir konnten von unserem Hochleger los starten!

Da haben wir voll in’s Schwarze getroffen.
Der Aufstieg über das Nederjoch zur Vallruck Alm als höchstgelegene Alm war ein echter Genuss. Anschließend ging es über das steiler werdende Kar weiter zum Hippold Joch. Da hörten wir plötzlich Schüsse und sahen den aufsteigenden Rauch am gegenüberliegenden Berghang. Trotzdem gerieten wir nicht in Panik, denn ich wusste natürlich, dass wir uns inmitten des militärischen Sperrgebietes am Rande der Wattener Lizum befanden. So sollte dann noch der Zufall mitspielen, denn bei dieser Tour begleiteten uns 3 nette Ärztinnen von der Deutschen Bundeswehr 😊
Nachdem wir den Berggipfel erreicht hatten, ging es nach einer ausgiebigen Fotosession weiter zum Eiskarsee. Die vielen Murmeltiere waren an diesem Tag zwar nicht so fotogen, aber dafür haben wir die Ruhe, traumhaften Blicke und zur Erfrischung auch das kalte Bergquellwasser dieses wunderschönen Bergsee’s einfach cool.

Diese grandiose Bergtour bleibt mir auf alle Fälle in Erinnerung. Wunderschöne Eindrücke und vor diese Stille am Eiskarsee. Jetzt bin ich schon sehr gespannt, ob es in dieser Tonart weiter geht und freue mich auf ein grandioses Finale im Goldenen Herbst 2018.

Euer

Stephan

BLINDFLUG

1. September 2018

Spiegelbild am Friesenberg See

Weitblick am Petersköpfl

Atempause am Gipfelgrat

Kraftakt Hoher Riffler

Adlerblick zum Friesenberg Haus

Hi Leute,
dieser Bergsommer hat es wahrlich in sich. Die Trockenheit und Schönwetterperiode hält nun seit April an. Bis auf ein paar wenigen Tage mit Regen und abgesehen von einem kurzen Gastspiel mit Schneefall im August hatten wir Sonnenschein pur. Zum Wandern und Bergsteigen perfekte Voraussetzungen und damit war klar: Den Wecker früh stellen und rauf auf den Berg, denn die schönste Stimmung in den Bergen gibt es am frühen Morgen…

Auf den Moment kommt es an!
So bin ich in den letzten Wochen oft losgezogen. Mitte August einmal mit meinen Schwestern um einen schönen 3.000er (Hoher Riffler) beim Schlegeis Stausee zu erklimmen. Fast hektisch bin ich Richtung Friesenberghaus vorausgeeilt. Am Friesenbergsee sind mir dann schon die ersten Bergsteiger Richtung Olperer Hütte begegnet. Alle sind wie im Blindflug vorbeigelaufen. Wo? Am Friesenbergsee. Es war ein ganz besonderer Moment. Warum? Unmittelbar vor Sonnenaufgang am See mit einer absoluten Windstille.

Augenblicke, die kaum zu beschreiben sind…
Als meine Schwestern ankamen habe ich Ihnen gezeigt, welch perfekten Moment Sie gerade erleben. So zeigte ich Ihnen den schönsten Platz zum Rasten und um das mitgebrachte Speckbrot zu essen. Ich umrundete den Bergsee und konnte in diesen wenigen Minuten fantasatische Bildaufnahmen machen und als Highlight mit meinen Schwestern, die sich im Morgengrauen im Bergsee spiegelten.
Dieser Moment gab uns viel Kraft für die anspruchsvolle Bergtour und wir haben den Hohen Riffler mit der Rundtour zur Olperer Hütte fast mühelos bewältigt. Eines bleibt für mich dabei in Erinnerung. Wieviele Bergsteiger im Blindflug von Hütte zu Hütte (oder Gipfel zu Gipfel laufen) ohne die wahren Schönheiten unserer Berge zu entdecken.

Also. Bleibt nicht nur sportlich, sondern vor allem auch aufmerksame Beobachter der Umwelt und Naturkulisse. Ich freue mich jedenfalls jetzt riesig auf den Goldenen Herbst und einzigartige Farbenspiele in den Tiroler Bergen.

Euer

Stephan

HITZEWELLE

31. Juli 2018

Weitblicke über den Eissee

Friesenbergsee im Frühsommer

Einsamer Bergsee im Tuxertal

Verkehrte Welt am unteren Gerlossee

Hi Leute,
der Bergsommer erreicht in diesen Tagen seinen Höhepunkt. Das kann man im wahrsten Sinn des Wortes wohl sagen. Bei diesen Temperaturen, kaum Niederschlag und somit eine extreme Trockenheit. Auf der einen Seite schön für alle Sonnenanbeter, aber es stimmt einen schon nachdenklich, wenn diese überdurchschnittlich hohen Temperaturen bereits über Monate anhalten…

Hitzewelle pur. Gibt es ein Rezept dagegen?
Also kann es nur hoch hinauf gehen um der Hitze zumindest zeitweise zu entfliehen. Die Faustregel hierbei sagt, so ca. 1 Grad Temperaturunterschied je 100 Meter Seehöhe, natürlich noch abhängig von der Luftfeuchtigkeit, also selbst über 2.500 Meter noch sehr warme Temperaturen, da gibt es nur ein Mittel. Wecker stellen. Früh aufstehen…

Auf der Suche nach tiefblauen Bergseen.
Es sind weniger die bekannten Stauseen die ich heuer ins Auge gefasst habe, sondern eher unbekannte Bergseen, abseits der Klassiker. Eisee ist doch ein oft strapazierter Name, aber wie ich Ihn das erst mal von der Zillerplatten Scharte sehen konnte, war ich überwältigt. Warum diese Seen weniger bekannt sind lässt sich leicht beantworten – alleine der Zustieg bei hohem Tempo 😊 dauert mindestens 3 Stunden.
Dieses mal habe ich mir den Sprung in’s kühle Nass erspart und bin lieber noch auf die Zillerplatten Spitze gestiegen um seit Jahren endlich wieder einmal einen 3.000er zu erklimmen.

Für die nächsten Wochen ist fast nur Sonnenschein zu erwarten, also werde ich noch ein paar unbekannte Jöcher, Scharten, Berggipfel oder einsame Plätze zum Verweilen aufsuchen um die Sommerfrische auch wirklich zu erleben.
Bleibt sportlich, habt Spaß und seid Beobachter unserer einzigartigen Naturkulisse.

Euer

Stephan

PFEIFKONZERT

30. Juni 2018

Kraftquelle Schleierwasserfall

Murmeltier in Bewegung

Grüner gehts nicht

Neugirige Bergfexe oder so...

Am Kaserer Schartl

Hi Leute,

nachdem die großen Schneemengen am Berg im Mai gerade so dahingeschmolzen sind war es auch im Juni extrem warm mit richtig sommerlichen Temperaturen. Für unsere Bauern leider viel zu trocken, für alle Sonnenanbeter und vor allem Bergfexe perfektes Wetter um auch die höheren Gipfel in Angriff zu nehmen. ?

Am Wunschzettel standen…
schon einmal einige Leckerbissen die ich letztes Jahr nicht gehen konnte.  So ging es hoch zu den Gletscherriesen im hinteren Zillertal mit der Rundtour zur Frauenwand und Genusswandern pur im wunderschöne Weitental nach Hintertux. Als ich zuletzt vor 2 Jahren in dieser Gegend unterwegs war, konnte ich auf den Weg zum Kaserer Schartl so viele Murmeltiere beobachten. Ob das dieses Mal auch so kommt?

Es war eine unglaubliche schöne Naturbeobachtung…

Wieder so viele Murmeltiere in der freien Wildnis zu beobachten machte extrem viel Spass – auch Balsam für die Seele. Die Murmeltiere leben ja in Kolonien, die aus einem dominanten Paar sowie deren jüngeren Verwandten bestehen. Murmeltiere begrüßen sich, indem sie die Nasen aneinander reiben und die Köpfe zusammenstecken. Für uns sind sie vor allem durch das Pfeifkonzert bekannt – Murmeltiere verständigen sich untereinander durch im Kehlkopf erzeugte Schreie, die von uns als Pfeiftöne wahrgenommen und leicht mit Vogelstimmen verwechselt werden können. Die Schreie werden vor allem auch zur Ankündigung von Gefahr ausgestoßen.

Da lässt jemand richtig Dampf ab…

den im Herzen des Weitentals befindet sich wohl einer der schönsten Wasserfälle im Zillertal. So konnten wir einmal richtig spüren, wieviel Kraft so ein Wasserfall hat und dieses Naturschauspiel hatte es in sich und war vor allem erfrischend…
Und jetzt freue ich mich einmal auf die nächsten Wochen, denn der Wetterbericht verspricht einmal für den Sommerbeginn schönstes Bade (und damit natürlich auch) Bergwetter und da freue ich mich ganz besonders, alte Klassiker und – so steht es am Plan – auch wieder auf Entdeckungsreise zu gehen. Genießt den Sommer,  bleibt Aktiv und habt Spaß.

Euer

Stephan

BLUMENKIND

31. Mai 2018

Alpenrosenblüte im Tuxertal

Blumenpracht im Rofangebirge

Bergwiese auf der Nasse Tux Alm

Glockenblume auf den Toten Böden

Wollblume am Torsee

Hi Leute,

ein fantastischer Bergwinter liegt hinter uns. Tiefwinterlich von Anfang November bis in den April hinein. Meterhoch war der Schnee noch Anfang April und da dachte ich mir schon, wie lange es heuer wohl dauern wird, bis man wieder die Berge unsicher machen kann?

In Null Komma nichts…

waren die gewaltigen Schneemengen verschwunden. Wir haben in Tirol den wärmsten April seit Jahrzehnten erlebt. So konnten wir im Mai einen unglaublich schönen Bergfrühling erleben und das zeigte sich auch in der Natur.
Bäume und Sträucher in frischem zartem Grün, Wiesen wie ein Farbenteppich und tosende, wasserreiche Bergbäche von der Schneeschmelze. Die Natur erwachte und erblühte mit aller Kraft und Schönheit. Beobachter sein zu dürfen ist da ein ganz spezielles Erlebnis ?

Der Frühling machte bereits Platz…

für den Bergsommer. Mit den steigenden Temperaturen beginnt die Zeit der Alpenrosenblüte – immer wieder eine unglaubliche Blütenpracht in der bizarren Bergwelt. Das war für mich auch neu, dass die Alpenrose zu der Pflanzengattung der Rhododendron gehört. Darüber hinaus ist sie für Mensch und Tier giftig und sind vor allem Wiederkäuer besonders gefährdet, da sie mangels winterlicher Futterauswahl diese Pflanze fressen.

Jetzt freue ich mich auf die Sommerfrische 2018 und habe wieder ganz neue Bergtouren im Kopf – echte Kraftplätze – und Bleibt sportlich, habt Spaß und geht auf Entdeckungsreise.

Euer

Stephan

TIEFSCHNEE

15. Februar 2018

Nasse Tux Alm mit Torwand

Morgensonne über den Geiselhöfen

Torwand im Herzen der Tuxer Alpen

Denken im Schnee

Schnapsidee

Hi Leute,
der Bergwinter ist voll im Gange und wir hatten im Jänner so intensive Schneefälle wie die letzten Jahre nicht mehr. Damit stieg auch die Lawinengefahr gegen Ende Jänner sehr stark an und wir hatten leider auch bei uns im Skigebiet Hochzillertal einen Lawinentoten. Am Berg haben wir derzeit mehr als 2 Meter Pulverschnee, so galt es einmal abzuwarten und habe ich die Aktivitäten mehr auf Rodeln gelegt, was bei diesen Bedingungen natürlich auch extrem cool ist.

Bilder sagen mehr als Tausend Worte…
Als mir mein Bruder dann traumhafte Winterbilder von unserer tief verschneiten Nasse Tux Alm gezeigt hat, habe ich mit Ihm beschlossen, dass wir nun auch im Winter dorthin aufbrechen. Treffsicher hatten wir schon einmal den schönsten Tag der Woche ausgesucht. Was war der Hacken?

Kalt wie in der Tiefkühltruhe.
Als wir von Kaltenbach losfuhren, lag das Thermometer bei minus 11 Grad, damit kann sich jeder vorstellen, wie kalt es da oben ist. Trotzdem haben uns die atemberaubenden Blicke auf den Hintertuxer Gletscher schon bei der Anfahrt in den Bann gezogen.

Nachdem wir von den Geiselhöfen losgewandert sind wurde uns bald warm ums Herz ? eine vertraute Gegend wo wir tief verwurzelt sind, landschaftlich atemberaubend und das ganze bei Kaiserwetter. Besser geht es einfach nicht.

Unsere Nasse Tux Alm, welche seit Anfang des 1900 Jahrhunderts zum Gutsbestand von unserem Kornerhof gehört, wird im Sommer durch meinen Bruder Christoph mit Milchkühen bewirtschaftet. Angekommen am Niederleger konnte man fast nur noch die Dächer der Almhütten und Ställe sehen, es war so viel Schnee dort.

Dann ging es zum Hochleger. Beschwerlich war der Aufstieg über steileres Gelände und Pulverschnee, aber als wir das Plateau und den Hochleger erreicht hatten war der Lohn einmalige Weitblicke über das Tuxertal hinweg und die einmalig schöne Hütte mit dem sonnenverbrannten Altholz. Da schmeckte der mitgebrachte Schnaps, denn wir mit Luc aus Belgien getrunken haben, gleich doppelt so gut. Zum Drüberstreuen freuen wir uns noch mehr, denn Markus von Level26 hat uns an diesem einmaligen Wintertag mit seinem Tiroler Adler (=Drohne) begleitet.

Jetzt habe ich schon wieder neue Bergtouren im Kopf – echte Kraftplätze – und freue mich natürlich, Euch davon erzählen zu dürfen. Habt Spaß und genießt den Augenblick.

Euer

Stephan