TIEFSCHNEE

15. Februar 2018

Nasse Tux Alm mit Torwand

Morgensonne über den Geiselhöfen

Torwand im Herzen der Tuxer Alpen

Denken im Schnee

Schnapsidee

Hi Leute,
der Bergwinter ist voll im Gange und wir hatten im Jänner so intensive Schneefälle wie die letzten Jahre nicht mehr. Damit stieg auch die Lawinengefahr gegen Ende Jänner sehr stark an und wir hatten leider auch bei uns im Skigebiet Hochzillertal einen Lawinentoten. Am Berg haben wir derzeit mehr als 2 Meter Pulverschnee, so galt es einmal abzuwarten und habe ich die Aktivitäten mehr auf Rodeln gelegt, was bei diesen Bedingungen natürlich auch extrem cool ist.

Bilder sagen mehr als Tausend Worte…
Als mir mein Bruder dann traumhafte Winterbilder von unserer tief verschneiten Nasse Tux Alm gezeigt hat, habe ich mit Ihm beschlossen, dass wir nun auch im Winter dorthin aufbrechen. Treffsicher hatten wir schon einmal den schönsten Tag der Woche ausgesucht. Was war der Hacken?

Kalt wie in der Tiefkühltruhe.
Als wir von Kaltenbach losfuhren, lag das Thermometer bei minus 11 Grad, damit kann sich jeder vorstellen, wie kalt es da oben ist. Trotzdem haben uns die atemberaubenden Blicke auf den Hintertuxer Gletscher schon bei der Anfahrt in den Bann gezogen.

Nachdem wir von den Geiselhöfen losgewandert sind wurde uns bald warm ums Herz 😊 eine vertraute Gegend wo wir tief verwurzelt sind, landschaftlich atemberaubend und das ganze bei Kaiserwetter. Besser geht es einfach nicht.

Unsere Nasse Tux Alm, welche seit Anfang des 1900 Jahrhunderts zum Gutsbestand von unserem Kornerhof gehört, wird im Sommer durch meinen Bruder Christoph mit Milchkühen bewirtschaftet. Angekommen am Niederleger konnte man fast nur noch die Dächer der Almhütten und Ställe sehen, es war so viel Schnee dort.

Dann ging es zum Hochleger. Beschwerlich war der Aufstieg über steileres Gelände und Pulverschnee, aber als wir das Plateau und den Hochleger erreicht hatten war der Lohn einmalige Weitblicke über das Tuxertal hinweg und die einmalig schöne Hütte mit dem sonnenverbrannten Altholz. Da schmeckte der mitgebrachte Schnaps, denn wir mit Luc aus Belgien getrunken haben, gleich doppelt so gut. Zum Drüberstreuen freuen wir uns noch mehr, denn Markus von Level26 hat uns an diesem einmaligen Wintertag mit seinem Tiroler Adler (=Drohne) begleitet.

Jetzt habe ich schon wieder neue Bergtouren im Kopf – echte Kraftplätze – und freue mich natürlich, Euch davon erzählen zu dürfen. Habt Spaß und genießt den Augenblick.

Euer

Stephan

FUCHSTEUFELSWILD

31. Dezember 2017

Das Zillertal im Abendlicht

Mystische Wolkenstimmung

Lebensfreude

Fokussiert am Gipfelgrat

Der erste Blickkontakt zum Gipfelkreuz

Hi Leute,
es waren anhaltende Schneefälle, die übliche Warmwetterperiode mit Föhn & Sturm blieb aus. Der Winter hatte uns Mitte Dezember fest im Griff und so konnte ich endlich mein lang gehegten Wunsch planen und umsetzen, die Zillertaler Bergwelt beim Freeriden mit Ski zu erkunden…

Eine ganz andere Sichtweise…
Alles war organisiert. Markus mit der Drohne, Stefan als alter Bergfex mit der richtigen Routenwahl und Freunde unserer Familie. Laura & Gabriel aus Spanien waren in diesen Tagen zum Glück auch im Zillertal – sonst sind sie von Japan bis Südamerika weltweit unterwegs, um die besten Pics im Schnee zu machen. Nur das Wetter kann man nicht programmieren. Ich schaute schon um 6:30 Uhr aus dem Fenster raus, die Wolken lichteten sich und blauer Himmel war zu erkennen – besser geht es nicht 😊

Fast ein Strich durch die Rechnung…
Nach unserem Aufstieg zur Wedelhütte war die erste Freude gleich einmal weg. So war der Berggipfel von dichtem Nebel umhüllt, an einen Aufstieg mit Aufnahmen von der Drohne war nicht zu denken. Innerlich war ich schon fuchsteufelswild, war doch für die nächsten Tage schlechtes Wetter angesagt.
Doch Laura blieb locker, immer ein Lächeln im Gesicht und das war Balsam für meine Seele. Plötzlich war er da, der Augenblick, wo sich der Nebel gelichtet hat und wir den Aufstieg wagten. Es war einmalig, eine ganz besondere Stimmung und Emotion pur.

Da war der Gipfelsieg und die traumhafte Abfahrt im Pulverschnee nur mehr Zugabe. Ein unvergesslicher Tag.

So bin ich dann am Abend ganz müde in’s Bett gefallen. Es sind diese Momente in den Bergen, kaum in Worte zu fassen und zu beschreiben. Ich freue mich, wenn Ihr als Fans unseren Blog fleißig verfolgt. Nun wünsche ich Euch für 2018 viel Gesundheit und vor allem eines, besonders schöne Momente die kaum in Worte zu fassen sind.

Euer

Stephan

TORSCHLUSSPANIK

6. Dezember 2017

Orientierung gibt Sicherheit

Heustadl in der Winterlandschaft

Zeit zum Krafttanken

Die Bergspitzen im dichten Nebel

Öffnet man die Augen, wird jeder Tag zum Erlebnis

Hi Leute,
nach einem tollen Herbst mit traumhaft schönen Wanderungen war mein Akku einmal leer. Trotzdem konnte ich mich nicht auf die faule Haut legen, standen doch einige kleine Umbauarbeiten an unserem kleinen Bergdorf auf den Plan. Damit blieb mein Vorhaben schon einmal auf der Strecke, den November für ganz neue Touren und Abenteuer auszunutzen… 🙁

Starker Wintereinbruch im November.
Gerade in den letzten Wochen hatten wir einen unglaublich frühen Wintereinbruch. Es fühlte sich bei mir an wie Torschlusspanik. So konnte ich nun erst mit Eröffnung der Wintersaison einmal diese einzigartige Winterlandschaft in vollen Zügen auskosten. Natürlich mitten in der Natur beim Schneeschuhwandern.

Auf dem Holzweg.
Gott sei Dank hatte ich dieses Mal meine Wanderkarte dabei. Gerade bei schlechter Sicht ist der stetige und vor allem genaue Blick auf die Wanderkarte ganz bedeutend. Das hat dieses Mal aber nichts genützt. Vielleicht war ich unkonzentriert, stand ich doch plötzlich mitten im felsigen Gelände. Nachdem auch meine Abenteuerlust seine Grenzen hat, ging es eine ½ Stunde wieder zurück zur Wegabzweigung. Dort konnte ich meine falsch getroffene Entscheidung sehen – aber es ist ja nichts passiert.

Als erfahrener Bergwanderführer ist es einfach wichtig, nicht um jeden Preis „auf Kurs“ zu bleiben, sondern vielleicht auch mal – wenn es auch mühevoll ist, nochmals den Rückweg antreten. Nach einem schwierigen Aufstieg bei Schneefall und vor allem 60 cm Pulverschnee (ohne Spuren) konnte ich den avisierten Kraftplatz erreichen.
Trotz schlechter Sicht ein traumhaft schöner Platz mit dem sonnenverbrannten Holz am freistehenden Heustadl, einem facettenreichen Bergwald und die bizarren Bergspitzen im Nebel eingehüllt, da hat der saftige Apfel noch besser geschmeckt 😊 Also, unsere Bergfexe im Winter können sich noch mehr freuen auf neue Abenteuer und einer gut geplanten Endeckungsreise.

So, jetzt gehe ich ein bisschen Schneeräumen, denn es schneit schon wieder ganz heftig. Ein echter Wintertraum, den wir in den letzten Jahren etwas vermisst haben. Also, habt Freude und genießt die Zeit in der Natur, wo auch immer Ihr seid.

Euer

Stephan

TOHUWABOHU

1. Oktober 2017

Schneereste auf der Neumarkter Runde

Mystische Stimm vor St. Georgenberg

Weitblicke vom Rofan Gebirge

Kristallklares Wasser in der Wolfsklamm

Wintereinbruch im Tuxertal

Hi Leute,

die Vorfreude auf den goldenen Herbst mit kristallklarer Luft und traumhaften Weitblicken war rasch vorbei. Das Wetter hat im Gegensatz zu den letzten Jahren uns einen ordentlichen Strich durch die Rechnung gemacht. Gleich mehrmals gab es im September einen ordentlichen Wintereinbruch am Berg mit teilweise einen halben Meter Neuschnee, also ein echtes Tohuwabohu 🙁

Damit war klar. Planänderung!
Es tut einfach gut, sich an Kraftplätze zu begeben und für eine Weile die Geschwindigkeit herauszunehmen und ein wenig in sich hineinzuhorchen. Dafür war die Wolfsklamm mit dem Kloster St. Georgenberg die perfekte Kulisse. Eine wichtige Pilgerstätte für viele Tiroler –  Missionierung hatten wir zwar keine am Plan, aber das nasskalte Wetter und der Dauerregen war bei dieser Schlucht schnell vergessen und somit ein echter Volltreffer diese Planänderung.

Unglaubliche Weitblicke…
sind nun garantiert, habe ich doch zum Geburtstag ein Swarovski Fernglas erhalten 🙂

Echt unglaublich, wie sich die Technik entwickelt hat. So fühlen sich altbekannte Bergspitzen die hunderte Kilometer weit entfernt an, als ob Sie zum Greifen nah wären. Das haben wir dann auch gleich bei der Bergtour auf den Hochiss im Rofangebirge erlebt, wo wir dann den Olympiaturm in München nach Norden hin und die Skifahrer am Hintertuxer Gletscher hautnah beobachten konnten.

Ich hoffe nun, dass wir in den nächsten Wochen etwas stabileres Herbstwetter haben um gerade das Farbenspiel in den Tiroler Bergen noch voll auskosten zu können und die geplanten Touren auf meinem Wunschzettel noch abhacken zu können…
Wir nehmen es wie es kommt und genießen es nach dem Motto – „Öffnet man die Augen, wird jeder Tag zum Erlebnis“.
Euer

Stephan

TRAMPELPFAD

1. September 2017

Spätsommer im Stilluptal

Am Gipfelgrat zum Kreuzjoch

Nachdenkpause am Petersköpfl

Gewitterstimmung am Schwarzsee

Weitwandern am Pfistertal

Hi Leute,

der heurige Bergsommer war im August geprägt von vielen heißen Sommertagen mit Temperaturen deutlich über 30 Grad. Das freute alle Liebhaber der Sonne – aber die Kehrseite dabei waren vor allem schwere Unwetter in den Alpen, auch bei uns im hinteren Zillertal. Jetzt können wir aber schön langsam wieder durchatmen, die Temperaturen sind wieder gemäßigt und der metrologische Herbst ist schon voll durchgestartet…

Da freut sich unser ganzer Körper…
Mit der Hitzewelle drängten sich natürlich die hochgelegen Berge der Zillertaler Alpen auf. So haben wir uns die Klassiker über 2.500 Meter vorgenommen. Dabei wird nicht nur die Fitness auf den Prüfstand gestellt, sondern es vermehren sich auch die roten Blutkörperchen und die Durchblutung der Organe und Muskeln wird gefördert und mehr Sauerstoff wird aufgenommen. Da freut sich schon einmal unser Körper von Kopf bis Fuß 

Den Ballast des Alltages abwerfen…
Und die Bewegung am Berg, egal ob ein schmaler Steig oder ein Trampelpfad erfordert immer volle Konzentration. Gut so, denn damit kann man echt abschalten. Man nimmt die Schönheit unser Landschaft viel bewusster wahr. Das merke ich auch immer wieder bei den Bergfexen die mich begleiten.

Wie werden eigentlich die Wege gebaut?
werde ich oft gefragt. Da bin ich gar nicht überrascht, denn wenn man erhaben über die großen Steinplatten – ja fast Kunstwerke in der bizarren Landschaft wandert, denkt man auch daran, mit welchen Mühen aber vor allem mit Idealismus und Leidenschaft dies die Landschaftspfleger der Gemeinde, Hüttenwirte oder unsere Bauern bewerkstelligt haben und auch in Schuss halten. Denn die Wetterkapriolen setzen den Pfaden, Schotterstraßen und Bergwege ziemlich zu.

So. Ich freue mich nun schon sehr auf prächtige Farbenspiele im Goldenen Herbst in meinen geliebten Zillertaler Bergen. Seid Beobachter unser einzigartigen Natur und habt Spaß dabei.
Euer
Stephan

 

SCHWITZKASTEN

1. August 2017

Gewitterstimmung im Tuxertal

Hintertuxer Gletscher

Torsee mit Wollgras

Gletscherschwund unserer Eisriesen

Nachdenkpause

Hi Leute,

die Zeit geht rasend vorbei und der Tiroler Bergsommer 2017 erreicht in diesen Wochen seinen Höhepunkt. Nachdem es Mitte Juli einen Temperatursturz gegeben hat und zeitweise die Bergspitzen wieder angezuckert waren, hatten wir gegen Ende Juli tropische Temperaturen! Da gibt es dann ja nur eine Lösung 🙂 rauf auf den Berg.

 

Meine Lieblingstour über unsere Alm

Nach der Auffahrt mit der Eggalm Bahn ging es bei großer Hitze hoch auf die Grüblspitze und nach einer spannenden Überschreitung über den Gipfelgrat ging es weiter auf das Ramsjoch wo wir ganz alleine waren. Es war muchsmäußchenstill und so konnten wir einen tollen Fernblick auf den Hintertuxer Gletscher genießen, der heuer wieder sehr stark in Mitleidenschaft gezogen wird.

 

Gletscherschmelze im Eiltempo

Da fragt man sich schon, wie geht das mit den Gletschern weiter. Ob unsere österreichischen Eisriesen jemals gänzlich verschwunden sein werden? Es geht unseren Gletschern wie ein Ringkämpfer im Schwitzkasten. Wenn man den Rückgang mit einem teilweisen Gletscherschwund von fast 100 Meter sich vor Augen hält , dann wir im nächsten Jahrhundert wohl nicht mehr viel übrig sein…

Das Abschmelzen der Eispanzer lässt aber auch neue Gletscherseen bilden, die es früher nicht gegeben habt, vielleicht ein Wermutstropfen.

Wir konnten uns dann nach dem Abstieg am Torsee erfrischen und haben den Speck von unseren heimischen Bauern in vollen Zügen genossen.

 

Weiter ging es über unsere Nasse Tux Alm zu den alten Bauernhöfen in Gemais oberhalb von Lanersbach. Das aufziehende Gewitter am Ende unserer Bergtour war so richtig erfrischend. 🙂

Jetzt freue ich mich auf die anspruchsvollen und hochalpinen Bergtouren und unsere Wanderungen zum Sonnenaufgang. Seid Beobachter unserer einzigartigen Natur. Ich freue mich darauf und wünsche Euch viel Spass.

Euer

Stephan

 

BODENHAFTUNG

1. Juli 2017

Die Gams über der Felswand

Eissee über Tux

Alpenrosenblüte über Stoankasern

Kraftakt im Schneefeld

Erfrischung. Für echte Bergfexe

Hi Leute,

die letzten Wochen waren bei uns geprägt von einer ersten großen Hitzewelle. Also bei 35 Grad kann man wohl nicht mehr von Frühsommer sprechen. Die erfrischende Luft nach so manchem abendlichen Wärmegewitter tat uns da alle schon einmal gut und wir sind ja in Kaltenbach. 🙂

Echte Bergtouren für Wadlbeisser…

Cool down – also nichts wie ab in die Berge war das Motto! So war ich im Juni echt fleißig und habe einige herausfordernde Wanderungen unternommen. Ich nenne Sie Bergtouren für Wadlbeisser.

So zog es uns hoch auf den höchstgelegenen Bergsee der Tuxer Alpen – dem Junssee. Nachdem der Aufstieg von Stoankasern ohnehin sehr weit ist haben wir uns bis zum Ausgangspunkt mit dem Taxi hinbringen lassen. 🙂

Wie tief kann man einsinken?

Immer wieder stell ich mir die Frage, was einem bei einer Bergtour so erwarten wird? Nachdem der Junssee auf fast 2.700 Meter liegt war es diesmal die Frage, ob er noch zugefroren ist? Schon beim Aufstieg habe ich gesehen, kaum Aufstiegsspuren und dann diese Schneefelder. Immer dieses komische Gefühl, wie tief kann man einsinken? Da wird jedes Queren eines Schneefeldes zum Kraftakt und man kann sich viel besser vorstellen, was die Tiere hier – womöglich in der Flucht – überwinden müssen!

Klettermax mit echter Bodenhaftung…

Die zahlreichen Murmeltiere, die auf den Schneefeldern herumtanzen. Unglaublich. Und dann waren wir da, nach einem letzten Felsaufschwung hatten wir das Ziel erreicht. Der Junssee. Er zeigt sich in diesem hochalpinen Gelände als echter Eissee. Fast noch ganz zugefroren. Die Jause und der Speck schmeckten da hervorragend und es war ein echter Genuss die Gämse bei Ihren abenteuerlichen Klettertouren mit dem Gugga(=Fernglas) zu beobachten.
Nach dieser Tour ist mir wieder bewusst geworden. Wir müssen dankbar sein und verantwortungsvoll mit der Natur in dieser bizarren Bergwelt umgehen.

Also. Wo und was auch immer ihr gerade tut, habt Spass, genießt den Moment und lasst es euch gut gehen. Ich werden nun jetzt einmal den Bergsommer 2017 auskosten. In vollen Zügen.

Euer
Stephan

NACHDENKPAUSE

15. Juni 2017

Mystischer Weitblick am Petersköpfl

Aufstieg über den Schlegeis Stausee

Die Kraft der Natur

Die 3.000er im Blickfeld

Farbenspiel am Friesenberg See

High Leute,

nachdem wir im Mai vom Spätwinter immer wieder eingeholt wurden und damit unsere höher gelegenen Berge in der weißen Pracht erstrahlten, hieß es für die hochalpinen Bergtouren erst einmal abwarten. So musste ich in meinem Notizblock vorerst einmal das Tourenprogramm neu festlegen und habe die geplanten  Aktivitäten über 2.500 Meter gestrichen 🙁

Ich habe mir für den Sommer und Herbst sehr viel vorgenommen, um unsere Liebhaber der Natur und vor allem Bergfexe wieder in den Bann ziehen. Im Mittelpunkt stehen bizarre Bergseen und hochalpine Übergänge und Jöcher. Ganz einfach, abseits von Mainstream ist dabei die Devise.

 

Die Gewalt der Natur…
Nachdem uns die Hitzewelle Anfang Juni so richtig erfasst hat, sind wir los gezogen, ganz kurzfristig haben wir uns gleich einen Leckerbissen ausgesucht. Es ging über die Alpenstraße zum Schlegeis Stausee, welche schon bei der Anfahrt spektakulär ist. Mitten im Naturpark ging es zum Friesenberghaus und dabei haben wir gesehen, welche Spuren der Winter hinterlassen hat. So wurde auf halben Weg die Überführung des Wildbaches von einer Restschneelawine völlig zerstört. Da sieht man wieder einmal, welche Gewalt die Natur mit sich bringt.

Leider war das Friesenberghaus noch geschlossen, aber mein Rucksack war vollgepackt mit Obst und Traubenzucker, den wir auch noch gebraucht haben. Es ging dann hinauf zum Petersköpfl auf 2.700 Meter.

 

Vielfalt der Stoanmandln…
Angekommen an diesem besonderen Ort braucht man einmal eine Nachdenkpause, denn man fragt sich, wo kommen denn diese ganzen Stoanmandln her? Steinmännchen wachsen, indem Menschen immer wieder Steine haufenförmig aufeinanderlegen. Dabei nehmen die Figuren die verschiedensten Formen an, die meisten haben die Gestalt von Säulen oder sind spitz nach oben zulaufen. Jedenfalls ist dieser Ort sehr mystisch mit diesen vielen Steinmännchen und die Weitblicke im Hintergrund sind ohnehin grandios.

Nachdem wir wieder zum Friesenberghaus zurückgekehrt sind und die zahlreichen Bergsteiger auf Ihren riskanten Wegen über die Schneefelder von der Olperer Hütte kommend beobachtet haben ging es weiter zum Friesenberg See als würdigen Auftakt für diesen Bergsommer. Ohne Worte, ein einzigartiges Farbenspiel mit einer Prachtkulisse im Hintergrund. Herz, was willst Du mehr  🙂

Da war der Abstieg zum Schlegeiss Stausse dann ein leichtes Spiel, bei diesem Eindrücken die wir auf unserer hochalpinen Bergtour gewinnen konnten. So freue ich mich jetzt schon riesig auf unsere Touren im Bergsommer 2017 und bin schon gespannt, welche Momente in Erinnerung bleiben werden.

Unsere Bergwelt im Zillertal ist so einzigartig. Ich freue mich darauf, mit Euch auf Entdeckungsreise zu gehen und neue Kraftplätze in den Tiroler Bergen zu finden.

Euer Bergfex und Naturliebhaber

Stephan

WOLKE 7

1. April 2017

Haufenwolken am Friesenbergsee

Schnee, Berge, Himmel

Föhnwolken über den Hohen Tauern

Liebesglück

Hi Leute,

es war in den letzten Wochen wetterbedingt in den Tiroler Bergen sehr heimtückisch. Nach den starken Schneefällen Anfang März war die Lawinengefahr sehr groß und unsere Lawinenkommission stand stetig vor schwierigen Entscheidungen.

Die Devise hieß dabei für uns Sportler & Naturliebhaber vor allem, Freeriden nicht um jeden Preis in Kauf nehmen, auch wenn die Verlockung bei strahlendem Sonnenschein umso größer war 🙂

Echte Kunstwerke.
Bei den letzten Touren in diesem Bergwinter habe ich mich beim Blick in die Ferne oft mit dem Aussehen der Wolken beschäftigt. Echt cool, wenn die Wolken Formen annehmen, die das Auge mit Dingen aus dem Alltag verbinden kann. Gerade wenn in den Bergen stürmische Winde herrschen, fransen die Wolken oft aus und bilden sich wieder neu, wo man bestimmte Dinge erkennen kann.

Viele Zutaten für ein Bild.
Das Aussehen der Wolken wird natürlich durch die Größe, Anzahl und räumliche Verteilung bestimmt. Was ganz besonders in den Bergen für einmalige Stimmungsbilder sorgt ist die Intensität des Lichtes. So sehr sich unsere Gäste den tiefblauen Himmel mit den Bergspitzen im Hintergrund wünschen, umso schöner ist das Naturschauspiel ständig ändernder Wolkenbilder bei Föhnsturm.

Auf Wolke 7 angekommen.
So war es auch zuletzt bei der Schneeschuhwanderung oberhalb vom Wildgerlostal, wo wir wunderbare Kunstwerke beobachten konnten und dann noch der besondere Moment. Heiko hat Liesa einen Heiratsantrag gemacht. Es waren für mich gerade als Bergfex ergreifende Momente, denn es gibt wohl kaum einen schöneren Ort als inmitten der faszinierenden Bergwelt diesen Schritt zu wagen.

Jetzt freue ich mich schon auf die nächsten Wochen, die Frühlingssonne wird von Woche zu Woche stärker und die Arbeit im Garten kann bald beginnen.
Seid Beobachter unsere einzigartigen Natur. Ich freue mich darauf und wünsche Euch viel Spass.

Euer Stephan

SCHÖNHEITSWETTBEWERB

1. März 2017

Schneesturm auf der Dreiländerspitze

Winter im Wildgerlostal

Gipfelglück am Kleinen Gamsstein

Unentliche Weite am Kapaunsjöchl

Hi Leute,

der Winter 2017 hat es wirklich in sich. Unsere Bergwelt zeigt sich täglich von Ihrer schönsten Seite. Super Pistenverhältnisse für die Ski- und Snowboarder, eine perfekte Fernsicht und Sonnenschein pur garantieren in diesen Wochen ein einmaliges Urlaubserlebnis. Wenn ich dann beim Fenster morgens hinaus schaue, dann sorgt das auch bei mir für Kribbeln…
Das heißt, Rucksack mit Speck und Brot einpacken und los geht es. Zeit um die Alltagssorgen so richtig zu vergessen 🙂

Ein Zeichen der Hoffnung…
Es ist vielleicht Einbildung, aber eine Bergtour mit dem Ziel, ein Gipfelkreuz zu erreichen ist einfach etwas Besonderes, nicht alleine wegen der religiösen Bedeutung. In mir weckt es das Gefühl etwas Bestimmtes, ja ein Ziel erreicht zu haben.  Es ist nicht entscheidend, ob ein Steinmännchen neben dem Holzkreuz steht oder vielleicht Gebetsfahnen angebracht sind. Auch wie das Kreuz ausschaut, ob aus Holz oder Metall, in den unterschiedlichsten Größen und Formen und vielleicht durch die Witterung in die Jahre gekommen, jedes für sich ist einzigartig. Es gibt für mich da keinen Schönheitswettbewerb.

Der Moment des Ankommens…
Vielleicht klingt es etwas mystisch, aber ganz besonders ist die Stimmung im Moment des Ankommens am Kreuz. Und so war es auch am Valentinstag, wo ich mit Wolf Dieter und seiner Tochter Sina aus Hamburg am Gipfelkreuz des Kleinen Gamsstein ankam. Er erzählte mir dann bei unser Brotzeit, dass es seine erste Bergtour mit einem Gipfelkreuz war, und ich spürte, was es für ein besonderer Moment war. Da machte es gar nicht’s aus, dass ich wieder einmal meinen Schnaps zu Hause vergessen hatte…

Wieder zu Hause angekommen, freute ich mich die tollen Bilder von der Bergtour mit den Gästen anzusehen, und das Wettrennen in diesen Tagen mit den besten Pics geht ja Schlag auf Schlag.

Also habt auch so viel Spaß wie ich in den Tiroler Bergen. Seid glücklich und bleibt in Bewegung.

Euer Stephan